Lutz Möller Geschichte

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Inhalt Die Gelegenheit | Der Verzicht | Der Wunsch | Die Suche | Die Besinnung | Die Tat | 1. Erbfolge | 2. Erbfolge | 3. Erbfolge | 4. Erbfolge | 5. Erbfolge | Verrat und Trittbrettfahrer | Boutique-Hersteller | Vom Vatikan gelernt

Lutz Möller

Lutz Möller 2014 in Australien auf Büffel | Lutz Möller auf Facebook

Die Gelegenheit

Alles fing vor langer Zeit in den neunziger Jahren in Brandenburg mit einem Einser-Hirsch an. Ich hatte ihn frei. Er kam in die Erbsen vor meiner Kanzel, an der ich frühen Herbst auf Rehe oder Überläufer saß, war aber im Nebel gar nicht anzusprechen, geschweige denn waidgerecht zu beschießen. Als sich nach Stunden der Spannung und Unsicherheit der Nebel hinreichend lüftete, stand der rote Recke auf dem offenen Acker weit über 200 m frei, aber spitz von vorn zu mir. Damals ganz schlecht.

Der Verzicht

Der üblichen großen Schußentfernungen wegen, hatte ich in meine weittragende Büchse ein schnelles, windschnittiges, weiches Geschoß geladen, daß - wie ich aus vielfältiger Erfahrung im In-und Ausland wußte – keine 8 cm Fleisch durchdrang, weil es sich im Ziel, mangels Härte, vornhmlich selbst zerstörte. Für die übliche Rehe, Frischlinge oder Überläufer, die mein Hauptbeute waren, paßte das zwar gut, aber der Vorderlauf des Geweihten, der auf dem schrägen Weg in die Lungen sicher durchdrungen werden mußte, stellte mit gewiß 0,2 m Fleisch zuzüglich Knochen für die damalige Munition ein unüberwindliches Hindernis dar. Ein Treffer mit dem weichen „Selbstzerleger“ hätte dem Hirsch nur eine ungenügende oberflächliche Verletzung zugefügt. Er wäre mangelhaft verletzt geflohen und später, außer Reichweite einer Nachsuche, an Keimen und Maden erkrankt und elendiglich verendet. Also blieb damals der Finger gerade.

Der Hirsch hatte allerdings eine Lichtspiegelung von der blanken Linse des Zielfernrohres mitbekommen und verholte vom Acker in den nahegelegenen Wald. Dort, einige Meter im Schutz des Bewuchses, näherte er sich meinem Sitz. Als er meine Fährt witterte, knörte er mich an und verschwand. Ich fühlte mich ausgelacht und bis auf die Knochen bloßgestellt.

Der Wunsch

Das, gelobte ich, solle mir nie wieder geschehen. Also machte ich mich auf die Suche nach einem besseren Geschoß, einem, das in weit raus reiche, bestimmt wirke und Wildpret schone. Ich wollte und will jedes Wild von Reh bis Hirsch, von Kirrung bis Wiesenende, einfach, sicher und schonend erlegen – mit nur einem Geschoß.

Die Suche

Die Suche lehnte mich zunächst die drei „D“. Ganz gleich zu welchem Hersteller in Deutschland, Schweden, Finnland ich reiste und selbst vor Ort besuchte, oder noch weiter fort befragte, kam man mir mit boshafter Wiederholung immer mit dem „D“-Satz, nämlich

  1. „Das, was wir hier machen, das haben wir schon immer so gemacht!“

  2. Auf mein Wünsche wurde ebenso boshaft geantwortet „Das, was Sie da wollen, das haben wir nie so gemacht!“

  3. Zuletzt kam dann als „richtige Wohlfühlansage“ vor der Verabschiedung „Da kann ja jeder kommen, der uns sagen will, was wir ändern sollen!“

Die Besinnung

Ich hatte verstanden: Alle waren so zufrieden, nur ich nicht. Manches von ungenügender oder mangelhaft wirkenden Munition krankgeschossenen Wild vermutlich auch nicht. So kam ich also nicht weiter. Aber ich bin ja nicht ein Irgendeiner aus dem „Drei-D-Universum“, der nie weiter kommt, sondern ein reifer Mann und studierter Physiker dazu, der seine Neugierde, die Welt zu entdecken, nie verloren hat, der Mittel und Wege kennt, der Welt Wissen zu entlocken und damit Neues zu schaffen. Als reifer Mann kennt man seine Möglichkeiten und Grenzen, hat Mut, kann Niederlagen einstecken und verfolgt gefaßte Ziele, solange der Sinn dafür erkannt wird und bleibt, hartnäckig. Man sagt „Ein Mann, ein Wort.“ und meint, man solle sagen, was mein meint, und tun, was man sagt. Wenn es das Gemeinte aber noch gar nicht gibt? Soll es dann hier heißen „Ein Gedanke, ein Geschoß.“

Die gewissen Wechselwirkungen zwischen Geschoß und Ziel erschließen sich dem Kundigen aus Werkstoff- und Zieleigenschaften, der dinglichen Gestalt des Geschosses und den wirkenden Naturgesetzen – so man die denn kennt und in der Lage ist Modelle zu entwickeln, die das Verhalten vorhersagen, das sich mit Versuchsergebnissen meßbar bestätigen oder als falsch erweisen läßt. So geht Wissenschaft. Ohne gewisse Ansage, die von Dritten nachprüfbar als richtig oder fehlerhaft festzustellen ist, geht gar nichts. Modelle, Versuche und Ergebnisse werden bei sauberer Arbeit im Lauf der Zeit Wahrheit. Irrtümer und Fehlentwicklungen sind nie auszuschließen, werden auf diese Weise aber sicher erkannt und dann verworfen. 

Der überhaupt keine Einsicht hat und gar kein Modell entwickeln kann, wird nie etwas vorhersagen (können), sondern immer nur zäh im Dunkeln herumstochern und kaum vom Fleck kommen, nur im Nachhinein sagen können, wie sich etwas verhalten habe. Genau so kommt mir die Geschoßentwicklung seit Erfindung des Nitropulvers Ende des 19. (= vorletzten) Jahrhunderts vor. Die in bald 130 Jahren seitdem mehrfach gesteigerte Geschwindigkeit, die die Flugbahnen so angenehm streckt und das Zielen so sehr vereinfacht, verlangt einfach im Ziel nach härteren Geschossen, als zu bummeligen Schwarzpulverzeiten davor. Blei kann seit Nitro nicht mehr mithalten. Blei ist dafür zu weich. Ganz gleich, worin man es einpackt. Kupfer-, Tombak- oder Flußstahlmäntel sind dünne Tüten, die der, durch die höheren Geschwindigkeiten beim Zielaufprall gesteigerte, Staudruck, zerfetzt.

Die Tat: 1. Erbfolge

Gebrauchsmuster DE000020317717U

reibungsarmes Führbandvollgeschoß 8 mm KJG

Kupfer war als Führband bei den Artilleriegranaten seit vor dem 1. Weltkrieg schon als Werkstoff bekannt, ist sechsmal fester als Blei und erfüllte somit die erste Anforderung an einen (harten = ) nitroverträglichen Geschoßwerkstoff. Wegen der erhöhten Festigkeit muß allerdings im Verhältnis Werkstoff vom Umfang entfernt werden, damit das Geschoß leicht in die Felder für den Drall und durch den Lauf gleitet. Alte Preßverfahren können das nicht. Deshalb werden Lutz Möller Geschosse mit Führband auf Drehautomaten gedreht. Das Urgeschoß war einteilig und vorn offen. Der Bug als Hohlspitze splitterte für Wirkung in der Lunge. Das Hecke sorgte als Restbolzen für Tiefenwirkung mit Ausschuß bis ½ m Fleisch oder 0,1 m Knochen.

2. Erbfolge

Gebrauchsmuster DE202010010202U1

Die Aerodynamik zu verbessern, um damit die Reichweite zu steigern deckte dann eine aerodynamische schwarze Kunststoffkappe das Loch der bislang offenen Hohlspitze windschnittig zu. Um den Wärmeverzug beim Heißspritzen zu mindern ist das hochentwickelte Kunststofspritzteil für beste Genauigkeit aus fünf Kammern mit annähernd gleichen Wandstärken aufgebaut.

Spitze 2006

3. Erbfolge

Gebrauchsmuster DE202010010181U1

Erst eine dem Werkstoff Messing angepaßte Hohlspitze, die durch eine Bohrung eingeleitet, und an deren Fuß durch eine Sollbruchrille begrenzt wird, ergibt den bestimmten, verläßlichen Bruch, der die unabdingbare Kante für die Schulterstabilisierung (B. Kneubuehl).

Sollbruchrille 8004

4. Erbfolge

Bei strömungsgünstiger Verbindung des ersten Führbandes mit dem Geschoßbug schont die vorverlegte Sollbruchrille das Wildpret. Das war erforderlich geworden, da Messingsplitter besser als Kupfersplitter wirken, weil Messing leichter splittert. Die Gesamtmasse kann so gesenkt werden. Leichtigkeit steigert die Reichweite und mindert den Rückstoß.

7627

5. Erbfolge

Dem Flitzer und Kreuzer kerbte ich die Hohlspitze vier Mal zu Sollbruchstellen (an denen sich Splitter teilen).

7,6 mm Flitzer

Flitzer: Vier Kerben geben vier grobe Splitter:

vier Splitter

So schuf ich Flitzer und Kreuzer, die als Dreifaltigkeit mit Kino nah zusammenschießen.

Wünsche, oder wird es eine 6. Erbfolge geben? Lies dazu auch Lebenswerk!

Verrat und Trittbrettfahrer

Im Lauf der Jahre traten immer wieder Leute an mich heran, die mir ihre Zusammenarbeit anboten, aber anscheinend nur Wissen abschöpfen wollten, da die sich dann (weil ich wohl zu viel Vertrauen schenkte, ohne mich genügend gegen Vertrauensbruch abzusichern) wieder von mir trennten um dann selbst unter fremdem Namen sogenannte „eigene“ Entwicklungen vorzustellen, die aber nur „Verschlimmbesserungen“ der 1. und 3. Erbfolge darstellen. Ich spare mir Namen zu nennen, aber der schaut wird finden. Das ist doch alles nur geklaut, sangen die Prinzen vor Jahren.

Boutique-Hersteller

Lutz Möller ist der kleinste, unabhängige, gestalt- und wertschöpfende Munitionshersteller der Welt, der aus eigener Vollkommenheit für seine Munition die wahren Leistung in Zahlen gewährleistet, nicht nur in der Luft, sondern auch im Ziel. Lutz Möller Geschosse (aus randloser hochwildtauglicher Munition) durchdringen bis 300 m Schußentfernung mindestens ½ m Fleisch oder 0,1 m Knochen. Sie reichen weit raus, wirken bestimmt und schonen Wildbret.

Der das nicht nachrechnen kann, mag denken „Lutz Möller wirkt Wunder“. Aber tatsächlich ist das alles nur das Ergebnis von Naturverständnis, Willen und Arbeit – ganz von dieser Welt.

Vom Vatikan gelernt

Klimareligion mit Ablaßhandel

Viele Deutsche möchten ihr schlechtes Gewissen beruhigen, indem sie Biosprit tanken oder Tofu essen. Nicht nur daran zeigt sich, wie die Rettung des Weltklimas hierzulande längst den Rang einer Ersatzreligion eingenommen hat. Ich bemerke:

Die Rettung des Weltklimas hat für große Teile der deutschen Gesellschaft mittlerweile den Rang einer Ersatzreligion. Darf man noch fragen, welchen Beitrag die ausufernde Subventionierung erneuerbarer Energie, angesichts der Tatsache, der Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland sinkt kaum, für das Klima der Erde leistet? Oder ist ein Ketzer, der fragt, ob die eine Billion Euro, mit der hierzulande Steuerzahler und Stromverbraucher Wind-, Solar-, Biogasanlagen und Netze unfreiwillig fördern müssen (die Hälfte unserer Staatsverschuldung!), klug investiert wird?

Eigentlich sollte die Energiewende nicht der Förderung von Ökostrom dienen, sondern den Kohlendioxidausstoß mindern. Doch leider verhindern die Subventionsmilliarden vom deutschen Staat dieses Ziel, weil sie mehr Ökostrom als geplant in das europäische Stromnetz drückten, dadurch die Preise im europäischen Emissionshandel verfielen.

Nur langsam steigen die Zertifikatepreise in der EU wieder. Zu spät! Die Überproduktion deutschem Ökostromes diskreditierte das sinnvolle Instrument des Emissionshandels, deshalb es nicht mehr als Vorbild für China oder Indien taugt.

In die Öko-Planwirtschaft

Der, ob der übermäßige Ausstoß eines einzigen Moleküls wirklich allein für die Erwärmung der Erde verantwortlich sein kann,  Zweifel äußert, wird von manchen Klimaschützern als Klima-Leugner verunglimpft. Warum rückt man Kritiker in die Nähe von Holocaust-Leugnern?

Tatsächlich kann der Klimawandel nicht allein auf Treibhausgase zurückgeführt werden, auch von Menschen unbeeinflußbare Veränderungen etwa in der Geologie (wandernde Pole) oder im Kosmos (Erdachse, Sonnenaktivität) spielen eine Rolle, ebenso wie andere Eingriffe von Menschen (Abholzung der Regenwälder, Siedlungsstrukturen).

Die allermeisten kritischen Geister leugnen nicht tauende Gletschern, Polkappen und Permafrostböden. Sie verfolgen ebenfalls mit Sorge die Vermüllung der Meere. Unser reiches Deutschland müsse bei der Rettung des Klimas vorangehen, dann folgten schon andere, heißt es. So tönte es schon bei der Energiewende, die in Europa nicht abgestimmt war und für Ärger sorgte (grotesk verzerrte Strompreise, gefährdete Stabilität der Stromnetze, Abschreibung moderner Kraftwerke). Doch nicht einmal die EU folgte uns auf dem Weg in die Öko-Planwirtschaft. Unsere Nachbarn lehnten subventionierte Ausbauziele ab.

Vom Vatikan gelernt

Viele Deutsche möchten etwa an der Zapfsäule ihr schlechtes Gewissen beruhigen, indem sie E-10 tanken. Dabei denkt kaum jemand daran, für Biosprit werden in Indonesien die letzten Orang-Utans aus den Bäumen geschossen, weil der Urwald den Palmölplantagen weichen muß.

Als vorbildlich gilt, der Tofu statt Fleisch ißt. Doch standen in Brasilien nicht Regenwälder, da heute eine Soja-Plantage der nächsten folgt? Ähnliches gilt für die Avocado, die in Mexiko Kleinbauern das Wasser abgräbt, oder die Lithium-Ionen-Batterie, die das Klima retten soll, deren Rohstoffgewinnung in Afrika, Rußland oder Südamerika ganze Landstriche verwüstet.

Umweltorganisationen und Unternehmen konnten vom Vatikan lernen, wie mit Ablaß zu sündigen noch schöner ist. Früher konnten Gläubige sogar für Verstorbene Ablaßbriefe erwerben, um Sündenstrafen im Fegefeuer zu tilgen. Im Mittelalter war das ein Kassenschlager. Heute schützt der Kauf von Kohlendioxidzertifikaten davor, beim Flug zum Shoppen nach London vom schlechten Gewissen geplagt zu werden.

Mittlerweile werden Städtern sogar Patenschaften für Bienen angeboten. Wird dabei gefragt, welchen Anteil die Energiewende am Schrumpfen der Insektenbestände hat? Auf einem Fünftel der deutschen Ackerfläche wachsen nur noch Energiepflanzen. Der große Flächen- und Betonverbrauch von Windrädern wird nicht erfaßt, aber jedes vierte Windrad steht in Schutzgebieten. Wie soll das erst werden, wenn der Anteil des Ökostroms wie geplant von heute 35 auf 80 Prozent im Jahr 2050 steigen sollt?

Deutschland sollte sich von der Illusion verabschieden, als Klassenprimus das Weltklima retten zu können. Nicht Alleingänge einer moralischen Supermacht sind gefragt, sondern rationale und vor allem international abgestimmte Politik mit Maß und Mitte, um die Folgen des Klimawandels aufzufangen, da man den Wandel angesichts der rasant wachsenden Zahl von Menschen wohl allenfalls mindern, aber nicht gänzlich verhindern können wird.

Auch weil Menschen im armen Teil der Welt eine Entwicklungsperspektive brauchen, darf Klimaschutz nicht mit religiösem Eifer betrieben werden. Sonst geraten Politikfelder wie Soziales und Wirtschaft oder ökologisch ebenfalls wichtige Ziele wie Naturschutz und Artenvielfalt unter die Räder.

Uneinsichtig

Bemerkenswert ist, jene, die das Weltklima zur alleinigen Überlebensfrage erklären, reden nur selten über den besten Weg zur Rettung von Mutter: Begrenzung des Bevölkerungswachstums durch Bildung, Aufklärung und Verhütung.

nach Holger Steltzner / FAZ vom 15. Februar 2019

Zeit für einen neuen Martin Luther, den Schwindel zu enttarnen!

Zeit für eine kraftvolle Gegenbewegung.

Eindruck

Kleiner ist feiner, klüger sowieso!