Ohne Jagd ist Natur grausam

Junge Revierjägerin | Freitag, der 11. Januar 2019

Betreff: Junge Revierjägerin

Moin Lutz,

man kann der jungen Frau nur gratulieren. Sie hat ihren Berufswunsch verfolgt und durchgesetzt, sie fühlt sich wohl mit ihrer Wahl.

Allerdings schreibt in den Kommentaren mal wieder jemand über den jagdfreien Kanton Genf. Der Mensch ist ein Opfer von gezielter Fehlinformation. Der Kanton Genf ist definitiv nicht jagdfrei. Die Jagd im gesamten Kanton liegt in Händen der Wildhut.

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/land-forstwirtschaft/jagd-fischerei-fischzucht/jagd.html

Hier kann der geneigte Leser verfolgen wie überaus ordentlich im Kanton Genf Strecke gemacht wird. Nichts allerdings erfährt man über die Kosten, die dieses Vorgehen dem Steuerzahler verursacht. Der Fauna Inspektor Gottlieb Dändliker spricht von Kosten der jagdlichen Massnahmen in Höhe von 1,2 Millionen Franken. Das sind die Kosten für Entschädigungen, Prävention und 11 Wildhüter, Demgegenüber kostet EIN Zürcher Wildhüter 180.000 Franken. (Quelle: Christian Jaques, Das Modell Genf - Marketing statt Fakten). Jedem, der die Zahlen kurz überfliegt, muss vollkommen klar sein: was Herr Dändliker da schreibt kann nicht stimmen.

Und weil ich gerade dabei bin. Holland zeigt uns allen wie es geht. Ich hänge einen Link an, der nicht unbedingt für schwache Gemüter geeignet ist.

Niederlande: 1062 Grosse Pflanzenfresser verrecken elend in Oostvaardersplassen | Jawina

https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2018/0416Oostvaardersplassen.html

Auf YouTube findet man diverse Filme, wer es erträgt mag sich das elende Sterben anschauen. Im sogenannten Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen wurden die tierischen Bewohner einfach ihrem Schicksal überlassen. Mittlerweile werden die Tiere immerhin bei schlechtem Ernährungszustand erlegt.

Hier ist auch die Jagd auf Gänse seit 1999 stark eingeschränkt, seit 2002 wurde sie ganz verboten.
Man hat eine andere Lösung gefunden, treibt die in der Mauser befindlichen Vögel zusammen und vergast sie. Ein Bombengeschäft für den Organisator bei bis zu 500.000 Gänsen, die getöteten Tiere verkauft er an einen Metzger in Amsterdam.

https://www.outfox-world.de/blog/das-unsagliche-ganse-toten.html

Niederländischer Gänsejäger: «Vergasen ist die perfekte Tötungsmethode» - watson

Mag sich ein jeder selbst sein Urteil bilden über „Wildtiermanagement ohne Jagd“. Ich finde das verlogen, es ist Heuchelei.

Beste Grüße und Weidmannsheil, Stefan Simm, Samstag, 12. Januar 2019 15:11

Kleiner ist feiner, klüger sowieso!